Ranzenburger Hexen

...born to be a hex anno 1965

55 Jahre Ranzenburger Hexen

 

1965 wurden die Ranzenburger Hexen aus einem Freundeskreis des Dietenheimer Schützenvereins gegründet. Die Gründungsmitglieder waren Albert Bailer, Alfred Hermann, August Häußler und Horst Seibold, in den Anfängen wurden Masken aus Kunststoff / Gummi getragen.

 

1970 schnitzte Albert Bailer, nach eigenem Entwurf, die ersten Holzmasken. Dabei legte er großen Wert darauf, dass jede der Masken ein individuelles Aussehen bekam. Durch diese Einzigartigkeit sollte zum Ausdruck gebracht werden, dass jede Hexe etwas Besonderes darstellt. Die original Ranzenburger Hexenmaske ist dem oberschwäbischen Barockstil nachempfunden und hat als äußere Merkmale ein Rollkinn und eine markante Nase. 1974 gab es bereits die erste „größere“ Hexengruppe, allerdings noch ohne einheitliches Häs. Dieses folgte erst 1975 durch den Anschluss an die Ranzenburger Narrenzunft. Seit 1978 gibt es auch weibliche Mitglieder in der Gruppe.

 

Ende 2013 folgte die Loslösung von der Narrenzunft und die Gründung eines eigenen Vereins. Nach wie vor sind die Ranzenburger Hexen aber ein wichtiger Bestandteil der Ranzenburger Fasnet und vertreten zusammen mit weiteren Ranzenburger Zünften die Schwäbisch-Alemannische Seite der Fasnet in Dietenheim. Jedes Jahr wird mit großem Aufwand ein neuer Maskentanz einstudiert, der dann sowohl zu Hause in Dietenheim als Programmbestandteil, wie auch bei vielen Auswärtsauftritten aufgeführt wird.

 

 

Zu "Ranzenburg":

 

Die Namensgebung „Ranzenburger“ wird auf das 15. bis 16. Jahrhundert zurückgeführt. Mündliche Überlieferungen gehen davon aus, dass sie Dietenheimer Handwerker und Händler zu dieser Zeit von Dorf zu Dorf wanderten, um ihre Dienste und Waren anzubieten. Sie trugen dabei einen Rucksack auf dem Rücken, „Ranzen“ genannt. Auswärtige nannten sie deshalb scherzhaft „Ranzenburger“, was soviel wie Rucksackbürger heißt. Erstmals nachweisbar erwähnt wird ein Bürgerball am 25.Februar 1891 im Rosesaal. 1935 wird das erste Prinzenpaar ernannt. Den Narrenruf „Narro Ahoi“ hat im gleichen Jahr der damalige Bürgermeister Handschuh ins Leben gerufen. Der Ranzenburger Narrenmarsch wurde 1930 von Otto Leimer gedichtet. Seitdem dann Professor Springer aus Wien, ein gebürtiger Schwendier, die Musik dazu schrieb, gilt dieses Lied als die Nationalhymne der Ranzenburger Fasnet.